IV. Dein Risiko – Wieviel kannst (ver)tragen?
Anlagerisiken und Lebensrisiken – beides benötigt unsere Aufmerksamkeit, wenn wir unser Geld aus der Hand geben. Weshalb?
Weil Geld eine Ressource unseres Lebens ist und wir sorgfältig damit umgehen müssen, damit wir immer genug haben. Tun wir es nicht, beschäftigen wir uns also nicht mit Anlagerisiken (Verluste) und unseren Lebensrisiken (hohe Zahlungen), können wir finanziell in die Bredouille geraten.
Hinsehen: Welches Risiko hältst du aus?
Warum mit persönlichen Risiken und Risiken der Geldanlage beschäftigen?
Weil es immer um das geht:
- Wie viel Geld kannst du in risikoreiche Geldanlagen investieren, z. B. in Aktien-ETFs,
- dabei emotional entspannt und ruhig, und
- finanziell handlungsfähig bleiben?
Wenn du dein gesamtes Geld in Aktien(-ETFs) investierst und dann eines deiner Lebensrisiken eintritt und du dafĂĽr dann kein Geld hast, musst du deine Investitionen verkaufen. Wenn die dann einen niedrigeren Wert haben als zum Kaufzeitpunkt, machst du Verluste. Und das wollen wir vermeiden.
Bedenke!
- Deine Lebensrisiken abzusichern und die eigene Geldanlage vor Verlusten zu schĂĽtzen, ist ein fortlaufender Prozess.
- Entwickle ein Bewusstsein fĂĽr Risiken und deren Absicherung.
- Ăśberdenke deine eigene Risikoposition mindestens einmal im Jahr.
Und!
- Je geringer deine Risikotragfähigkeit, desto größer sollte dein Anteil an risikoarmen Geldanlagen wie Anleihen sein.
- Je höher deine Risikotragfähigkeit, desto höher kann dein Anteil an risikoreichen Geldanlagen sein (muss er aber nicht.)
„Risikokompetenz ist die Fähigkeit, auch mit Situationen umzugehen, in denen nicht alle Risiken bekannt sind und berechnet werden können.“
— Gerd Gigerenzer, aus: Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft
Im Anschluss findest du das Aufgabenblatt, deine Risikotragfähigkeit und -toleranz herauszufinden. Zuerst bauen wir aber noch deine Finanzstruktur sauber auf.
