I. Persönliche Anlagestrategie – So findest du deine

 

Wir lenken auf die Zielgerade ein. Jetzt geht es darum, wie du deine persönlichen Risiken und die Verlustrisiken von Aktien-ETFs klug abfederst. Das schaffen wir mit der passenden Gewichtung aus risikoarmen und risikoreichen Assetklassen. Diese Mischung erfolgt nach einem bestimmten Verhältnis.

Das musst du dir nicht selbst ausdenken. Das haben andere in wissenschaftlichen Auswertungen bereits getan. Wir machen uns diese Studienergebnisse zunutze, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie helfen uns bei der letztlichen Auswahl unserer ETFs.

Bevor du dir Gedanken um die richtige Gewichtung aus risikoarmen und -reichen Anlagen machst, lass uns über Anlagestrategien sprechen.

Über deine Anlagestrategie. 🙂

Eine Geldanlage muss zu dir passen.
Und nicht du zur Geldanlage.

 

Leider berücksichtigen das Banken nicht, wenn sie uns Finanzprodukte verkaufen. Deshalb achten wir selbst darauf, dass die Geldanlage zu uns passt, gemäß unseren persönlichen Lebensumständen.

Und genau dafür benötigen wir eine Anlagestrategie. Klingt komplizierter, als es ist.

Anlagestrategien folgen immer einem Ziel

Strategie

= langfristiger Verhaltensplan, um ein Ziel zu erreichen

Anlagestrategie

= langfristiger Verhaltensplan, mit dem du ein kurz-, mittel- oder langfristiges Finanzziel mit bestimmten Vermögenswerten erreichst. In diese Strategie planen wir alle Einfluss- und Störfaktoren von vornherein mit ein (Lebens- und Finanzrisiken), die wir kennen.

 

Für die Anlagestrategie brauchen wir:

– Ziele
– Zeithorizonte der einzelnen Ziele
– welche Anlageklassen wir nutzen möchten, um Ziele zu erreichen
– unsere Risikotragfähigkeit und -toleranz

 

Anlagestrategien sind besonders wichtig für langfristige Investitionsziele wie den Vermögensaufbau für die Rente. Aber auch für mittelfristige Ziele benötigen wir einen Plan.

 

Eine Anlagestrategie könnte beispielsweise so formuliert werden:

Beispiel Anlagestrategie 1:

Ich möchte eine Wunschrente von 3.000 € im Monat ab meinem 67. Lebensjahr haben. Den Betrag, der mir noch fehlt, baue ich mit Aktien, Tagesgeld und Anleihen auf. Ich investiere in den nächsten 15 Jahren (bis zur Rente) monatlich automatisiert 1.000 €. Als Aktien-ETF wähle ich als Grundinvestment einen All-World-ETF aus. Zusätzliche Beträge oberhalb der monatlichen 1.000 € investiere ich in einen Sektor-Aktien-ETF. Ich investiere monatlich per Sparplan. Jedes Jahr überprüfe ich diese Strategie, um mein Risiko anzupassen. Das Vermögen in meinen Aktien-ETFs fange ich nicht vor meinem 70. Lebensjahr an aufzulösen.

Beispiel Anlagestrategie 2:

a) In 5 Jahren möchte ich eine Immobilie kaufen. Als Eigenkapital brauche ich 50.000 €. Dieses spare ich zur Hälfte auf einem Tagesgeldkonto an, die andere Hälfte investiere ich in einen Anleihen-ETF. Ab sofort monatlich 800 € insgesamt.

b) Für meine Rente investiere ich ab sofort 500 € pro Monat. Jedes Jahr erhöhe ich den Betrag um 50 €. Den Betrag investiere ich per Dauerauftrag als Tagesgeld und einen Teil in Aktien-ETFs per monatlichem Sparplan.

 

Deine Anlagestrategie arbeitest du am Ende des Moduls aus. Und du verfeinerst sie im Laufe des Kurses.

Vielleicht hast du jetzt das Gefühl: Etwas fehlt doch noch bei der Anlagestrategie … Stimmt. Das Entscheidende haben wir bisher nicht. Nämlich, wie du die Asset-Klassen in deinem Portfolio aufteilst. Also Aktien und Anleihen oder Tagesgeld.

Das sehen wir uns jetzt an.

 

Leave a Comment